Beitrag SkyNews 3/22

ROBERT APPEL, SKYNEWS Màrz 2022: Neues vom EuroAirport

Am 26. Januar fand über Video die traditionelle Neujahrs-Medienkonferenz des EuroAirport statt. Erwartungsgemäss konnte der EAP Corona-bedingt nicht mit Passagierzahlen und Destinationen brillieren, aber immerhin sind die Verkehrszahlen 2021 bereits etwas besser als im 2020, als die Pandemie ihren Anfang nahm. Wie die ganze Wirtschaft blickt auch der Flughafen am Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland mit einem vorsichtigen und hoffnungsvollen Optimismus in die Zukunft.

Das Passagieraufkommen war im 2021 mit 3,6 Mio etwas besser als im Vorjahr (2.6 Mio), aber natürlich noch sehr weit von den 9.1 Mio im 2019 entfernt. Interessant ist die Liste der angeflogenen Destinationen: Pristina als Pax-stärkste Destination war mit 418’500 Passagieren sogar besser als im 2019 (321’300), und Istanbul mit 234’400 Pax Nr 2 der Liste. Diese beiden Destinationen sind, zusammen mit Skopje (97’000) und Antalya (82’100), klare VFR-Destinationen (Visiting Friends and Relatives), oder wie man früher sagte: Ethnischer Verkehr.

Platzhirsch bei den Airlines, die den EAP bedienen, bleibt die easyJet mit 57% Anteil, gefolgt von Wizz Air, Turkish Airlines, Pegasus Airlines und Corendon Airlines, wobei letztere primär im VFR-Sektor tätig waren. Der Geschäftsreiseverkehr spielte wie auch auf anderen Flughäfen keine nennenswerte Rolle.

Die klassischen Feriendestinationen Palma de Mallorca, Porto, Nizza, Barcelona entwickelten sich allesamt im positiven Rahmen und zeugen von der Ferien-Sehnsucht der Lockdown-gebeutelten Bevölkerung. Dass sich die Corona-Krise langsam abschwächt und damit das Ferien-Reiseaufkommen schnell und stark zunehmen wird, scheint Realität zu werden.

Das Luftfrachtaufkommen entwickelte sich hingegen erfreulich: Die reine Luftfracht war mit 73’800 Tonnen sogar besser als im 2019 (61’545 T). Vor allem die Expressfracht dürfte sich weiterhin positiv entwickeln; diese machte mit 54’000 Tonnen (2012: 48’000 T) den Löwenanteil des Frachtaufkommens aus. Der Trend zum Onlinehandel, der in der Pandemie einen verstärkten Zuspruch erlebte, wird über die ansässigen Carriers (FedEx, UPS, DHL) auch in der Zukunft an Bedeutung nur noch zunehmen.

Ein wichtiges Thema ist natürlich das neue Nachtflug-Regime, welches am 1. Februar in Kraft trat (wir berichteten in der Januar-Nummer an dieser Stelle darüber). Dieses beinhaltet ein generelles Startverbot zwischen 23:00 und 24:00 Uhr (Lokalzeit), also eine Stunde früher als bisher. Und bereits zwischen 22:00 und 06:00 Uhr werden zudem «lautere» Flugzeuge (Marge unter 13 EPNdB) nicht mehr zum Start zugelassen. Von letzterer Kategorie werden allerdings vor allem Express-Frachtflugzeuge betroffen sein, welche Flugzeuge älterer Lärmkategorien im Einsatz haben. Diese mussten also ihre Flugpläne ändern bis auf weiteres, denn von den neuesten, lärmarmen Flugzeugtypen werden so schnell keine Frachtmaschinen auf den Markt kommen. Als Ersatz werden weltweit fieberhaft ältere Passagierflugzeuge wie A320/321CEO, B737NG-Serien, B757 und B767 zu Vollfrachtern umgebaut, also allesamt der Lärmkategorien, für welche ab 22:00 Uhr die Türe weiterhin geschlossen ist.

Übertretungen des Nachtflugverbotes werden streng geahndet, jedoch gibt es Möglichkeiten, trotzdem leicht verspätet abfliegen zu können, sofern die Verzögerung nicht von der Airline oder ihren Dienstleistern selbst verschuldet wurde (ATC, Wetter etc.). Eigene operationelle Probleme, zu spät eintreffende oder verarbeitete Luftfracht wird also zu keiner Ausnahme berechtigen. Diese Beschränkungen stellen einen klugen Kompromiss dar zwischen den operationellen und ökonomischen Bedürfnissen einerseits und den Forderungen der Lärmgegnerschaft andererseits. Bei der Drucklegung dieser Zeilen waren noch keine unmittelbaren Publikumskommentare erhältlich. Es ist natürlich wünschenswert, dass die Bemühungen des EuroAirport anerkannt werden und die Reaktionen der Politik und Anwohnerschaft darauf positiv ausfallen.

Am 26. Januar fand über Video die traditionelle Neujahrs-Medienkonferenz des EuroAirport statt. Erwartungsgemäss konnte der EAP Corona-bedingt nicht mit Passagierzahlen und Destinationen brillieren, aber immerhin sind die Verkehrszahlen 2021 bereits etwas besser als im 2020, als die Pandemie ihren Anfang nahm. Wie die ganze Wirtschaft blickt auch der Flughafen am Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland mit einem vorsichtigen und hoffnungsvollen Optimismus in die Zukunft.

Das Passagieraufkommen war im 2021 mit 3,6 Mio etwas besser als im Vorjahr (2.6 Mio), aber natürlich noch sehr weit von den 9.1 Mio im 2019 entfernt. Interessant ist die Liste der angeflogenen Destinationen: Pristina als Pax-stärkste Destination war mit 418’500 Passagieren sogar besser als im 2019 (321’300), und Istanbul mit 234’400 Pax Nr 2 der Liste. Diese beiden Destinationen sind, zusammen mit Skopje (97’000) und Antalya (82’100), klare VFR-Destinationen (Visiting Friends and Relatives), oder wie man früher sagte: Ethnischer Verkehr.

Platzhirsch bei den Airlines, die den EAP bedienen, bleibt die easyJet mit 57% Anteil, gefolgt von Wizz Air, Turkish Airlines, Pegasus Airlines und Corendon Airlines, wobei letztere primär im VFR-Sektor tätig waren. Der Geschäftsreiseverkehr spielte wie auch auf anderen Flughäfen keine nennenswerte Rolle.

Die klassischen Feriendestinationen Palma de Mallorca, Porto, Nizza, Barcelona entwickelten sich allesamt im positiven Rahmen und zeugen von der Ferien-Sehnsucht der Lockdown-gebeutelten Bevölkerung. Dass sich die Corona-Krise langsam abschwächt und damit das Ferien-Reiseaufkommen schnell und stark zunehmen wird, scheint Realität zu werden.

Das Luftfrachtaufkommen entwickelte sich hingegen erfreulich: Die reine Luftfracht war mit 73’800 Tonnen sogar besser als im 2019 (61’545 T). Vor allem die Expressfracht dürfte sich weiterhin positiv entwickeln; diese machte mit 54’000 Tonnen (2012: 48’000 T) den Löwenanteil des Frachtaufkommens aus. Der Trend zum Onlinehandel, der in der Pandemie einen verstärkten Zuspruch erlebte, wird über die ansässigen Carriers (FedEx, UPS, DHL) auch in der Zukunft an Bedeutung nur noch zunehmen.

Ein wichtiges Thema ist natürlich das neue Nachtflug-Regime, welches am 1. Februar in Kraft trat (wir berichteten in der Januar-Nummer an dieser Stelle darüber). Dieses beinhaltet ein generelles Startverbot zwischen 23:00 und 24:00 Uhr (Lokalzeit), also eine Stunde früher als bisher. Und bereits zwischen 22:00 und 06:00 Uhr werden zudem «lautere» Flugzeuge (Marge unter 13 EPNdB) nicht mehr zum Start zugelassen. Von letzterer Kategorie werden allerdings vor allem Express-Frachtflugzeuge betroffen sein, welche Flugzeuge älterer Lärmkategorien im Einsatz haben. Diese mussten also ihre Flugpläne ändern bis auf weiteres, denn von den neuesten, lärmarmen Flugzeugtypen werden so schnell keine Frachtmaschinen auf den Markt kommen. Als Ersatz werden weltweit fieberhaft ältere Passagierflugzeuge wie A320/321CEO, B737NG-Serien, B757 und B767 zu Vollfrachtern umgebaut, also allesamt der Lärmkategorien, für welche ab 22:00 Uhr die Türe weiterhin geschlossen ist.

Übertretungen des Nachtflugverbotes werden streng geahndet, jedoch gibt es Möglichkeiten, trotzdem leicht verspätet abfliegen zu können, sofern die Verzögerung nicht von der Airline oder ihren Dienstleistern selbst verschuldet wurde (ATC, Wetter etc.). Eigene operationelle Probleme, zu spät eintreffende oder verarbeitete Luftfracht wird also zu keiner Ausnahme berechtigen. Diese Beschränkungen stellen einen klugen Kompromiss dar zwischen den operationellen und ökonomischen Bedürfnissen einerseits und den Forderungen der Lärmgegnerschaft andererseits. Bei der Drucklegung dieser Zeilen waren noch keine unmittelbaren Publikumskommentare erhältlich. Es ist natürlich wünschenswert, dass die Bemühungen des EuroAirport anerkannt werden und die Reaktionen der Politik und Anwohnerschaft darauf positiv ausfallen.

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