Robert Appel: Einspruch zum «Einspruch» von Madeleine Göschke

14.12.2019

Robert Appel: Einspruch zum «Einspruch» von Madeleine Göschke

Frau Madeleine Göschke, Flughafengegnerin und seit jeher Meisterin im Aufstellen von nicht beweisbaren Thesen, hat in der Basler Zeitung vom 14.12.2019 unter dem Titel «PR-Offensive der Flugwirtschaft» einmal mehr einen bunten Strauss an wirren Behauptungen aufgestellt.

Heute nur mal ein einziger Auszug davon: Sie anerkennt immerhin, dass die Luftfahrt gerade mal 2-3% zu den weltweiten Co2-Emissionen beiträgt. „Aber die Luftfahrt emittiert noch andere Klimaschadstoffe. Deshalb wird die CO2-Emission mit dem Faktor 2,8 multipliziert. Daraus resultiert die massgebende Co2-Äquivalenz von 8%“.

(Augen reiben) wie bitte? Gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung? Wie wird das berechnet? Und wie sind dann die entsprechenden Äquivalenzen der anderen emittierenden Wirtschafts- und Verkehrszweige? Man kann wohl locker und ohne näheres Hinsehen behaupten, dass bei einer Gesamtbetrachtung der Werte ALLER Schadstoff-Emittenten ein ziemlich unverändertes Bild entstehen würde: 2% Anteil der kommerziellen Luftfahrt.

Es ist unbestritten, dass Co2 nicht der einzige Klima schädigende Faktor darstellt. Andere Stoffe wie z.B. Stickoxyde, Feinstaub, Wasserdampf etc. tragen ebenso dazu bei, wie auch die Methangase, die von der Natur produziert werden. Diese Werte und ihre Auswirkungen sind der Wissenschaft bekannt, können aber erst dann öffentliche Beachtung finden, wenn der Co2-Hype wieder etwas abgeklungen ist und einer nüchternen, sachlichen Gesamtbetrachtung Platz macht. Die Klimaproblematik ist ein ernstes Thema, und ihr kann nur mit wissenschaftlichen Grundlagen begegnet werden; populistische Behauptungen und Schnellschüsse sind völlig fehl am Platz. Es braucht nun kühle Köpfe!